Informatische Bildung

Alle HPSZ-Standorte wirken beim kantonalen Vorhaben „Profilschulen Informatische Bildung“ mit. Damit verleihen unsere Schulen der informatischen Bildung sehr hohe Priorität bei der Schul- und Organisationsentwicklung.

 


Wettbewerb smart@media

Mit der Eingabe «Lernen zu Hause mit digitalen Medien» haben die Heilpädagogischen Schulzentren beim Wettbewerb smart@media einen Preis gewonnen. Das Projekt wurde von der Jury wie folgt beurteilt:

  • Es findet ein Kompetenzzuwachs statt. Für die SuS, für die Lehrpersonen, aber auch für die Eltern
  • Das Beispiel zeigt, wie eine Digitalisierung des Unterrichts auch im heilpädagogischen Bereich gelingt
  • Kompetente Mediennutzung und Mündigkeit der SuS werden gefördert
  • Die Lehrpersonen erfahren einen grossen Kompetenzzuwachs. Es wird deutlich, wie sie dazulernen und sich mehr zutrauen.
  • Die Beispiele sind interaktiv und handlungsorientiert
  • Der Lebensweltbezug wird deutlich. Für die SuS wichtig sind der Kontakt zu Mit-SuS, der Fixpunkt und die Orientierung durch den Unterricht.
  • Mit Teams wurde ganz kurzfristig ein neues Tool eingesetzt, das zeugt von Innovation
  • Bei den Eltern findet ein Umdenken statt: der Nutzen digitaler Geräte für Kommunikation auf Distanz und für Lernen wird erkannt
  • Die Schule hat die schwierige Situation des Lockdowns gut gemeistert. Die Erkenntnisse aus dieser Zeit werden im Schulalltag und im neuen Konzept berücksichtigt, das zeugt von einer reflexiven Auseinandersetzung mit der Thematik.
  • In diesem Projekt zeigt sich, wie eine Sonderschule zum Innovationstreiber werden kann. Das ist auch ein positives Signal an andere Schulen.

Pressemitteilung FHNW: 202011-Medienmitteilung-FHNW

Die Preisverleihung fand im Rahmen der KommSchau online statt. Hier das zum Video zur Preisverleihung: Video Preisverleihung auf eWolke imedias

Preisübergabe smart@media hpsz

Jurymitglied Elia Lutz (l.) mit der Fachgruppe Informatische Bildung der HPSZ bei der Preisübergabe

 


Nachwirkungen der Schulschliessung

Die Zeit der Schulschliessungen hat auch in den heilpädagogischen Sonderschulen ihre digitalen Spuren hinterlassen. Nebst persönlichen Besuchen und analogen Briefen und Paketen wurden digitale Medien vielfältig benutzt um Lerninhalte zu vermitteln und trotz physischer Distanz Kontakt zu halten. Die Werkstufe des hpsz Balsthal und die Berufswahlklasse des hpsz Olten zum Beispiel nutzten Microsoft Teams für tägliche Videochats in der Klasse. Die Schüler*innen schätzten die Möglichkeit, einander sehen und hören zu können. Sie erzählten sich gegenseitig von ihrem Alltag, es wurde getanzt, gesungen und Ratespiele gespielt.

Die positiven Erfahrungen wurden im Anschluss an die Schulschliessung genutzt um einen standortübergreifenden Kontakt zwischen den beiden Klassen aufzubauen. Nach einem ersten Austausch von analogen Steckbriefen fand am 16. Juni 2020 die erste gemeinsame Videokonferenz statt. Die Schüler*innen aus beiden Klassen stellten sich vor und erzählten von ihren Plänen nach den Sommerferien. Die Berufswahlklasse Olten führte der Balsthaler Klasse den «Corona-Tanz» vor. Bei der zweiten Videokonferenz gab es für die Schüler*innen aus Olten ein Konzert und eine digitale Schulhausführung. Im Anschluss unterhielten sich mehrere Schüler*innen einzeln untereinander – aufgrund ihrer Berufswahl werden sie sich nach den Sommerferien am gleichen Ausbildungsort wieder treffen.

 


Weiterbildung Lehrpersonen

An allen HPSZ-Standorten werden die Lehrpersonen über das Projekt „Profilschule Informatische Bildung“ informiert und in das Fach „Informatische Bildung“ eingeführt. Als Grundlagen dienen der Lehrplan 21 und das Papier „Anwendung des Lehrplans 21 für Schülerinnen und Schüler mit komplexen Behinderungen in Sonder- und Regelschulen“ der Deutschschweizer Volksschulämterkonferenz.

Die Lehrpersonen des heilpädagogischen Schulzentrums Breitenbach testen Unterrichtsbeispiele für die informatische Bildung:

 


31. Januar 2020: Die Fachgruppe Informatische Bildung hat sich an ihrer ersten Sitzung konstituiert. Damit sind die konkreten Arbeiten am Vorhaben, eine „Profilschule Informatische Bildung“ zu werden, initiiert.